MoBaBerg - Der Berg der Modelleisenbahn
  Umbau Mehano 218
 

16.2.2011

Umbau der Mehano Lollo auf Wechselstrom

Achtung: Dieser Umbau kann nicht ohne Schäden rückgängig gemacht werden, daher ausdrücklich auf eigene Gefahr!

 
Die "218 217" von Mehano war eine meiner ersten Loks. Ich bekam sie in einem Startset geschenkt, allerdings hatte ich noch nicht über die Frage Wechselstrom – Gleichstrom entschieden, also behielt ich sie.
Nun kam ich auf die Idee, diese Lok auf Wechselstrom umzubauen. Das gestaltete sich jedoch bei näherer Betrachtung als relativ schwierig: Die erste und letzte Achse der Lok sind angetrieben, das Ritzel sitzt in der Mitte der Achse. Es ist allerdings so groß, dass der Schleifer keineswegs mehr darunter gepasst hätte: Auf den Weichen waren nur ca. 1,5 mm Luft zu den PuKos.
Also hatte ich den Einfall, den Schleifer anders zu montieren:
 
 
So lag er nicht über dem Ritzel.
Aber wie integriert man den Schleifer ins Drehgestell? Einfach drunterkleben scheiterte aus Platzgründen. Also kam ich auf folgende Idee:
Die Befestigungsplatte des Schleifers wurde in der Mitte geteilt, dort, wo die Achse liegen sollte.
 
Die in der Mitte geteilte Befestigungsplatte.
 
Der Schleifer sollte in die Getriebeabdeckung aus Kunststoff integriert werden. Man kann ihn dann zwar praktisch nicht tauschen, aber das ist erstmal egal.
So ungefähr sollte das dann aussehen:
 
 
Die orange Platte ist die bearbeitete Befestigungsplatte des Schleifers, die schwarze Platte die Abdeckung, das Grüne der Schleifer und der graue Kreis die Achse.
 
So sah die Getriebeabdeckung vorher aus:
 

 
 
Und so nachher:
 
 
Die Löcher für den Schleifer wurden mit einem heißen Cutter geschnitten. Nicht ideal, aber es hat geklappt. Beim anschließenden Einkleben muss der Schleifer sehr genau ausgerichtet werden!
Bevor der Schleifer aber eingeklebt werden kann, muss er "geöffnet" werden: Das Schleifblech wurde an einem Ende ein wenig aufgebogen, sodass man den Schleifer einfach unter den nicht weggeschnittenen Steg der Getriebeabdeckung schieben kann. Danach wieder zu biegen.
Zur Stromversorgung wurde ein Kabel einfach an den Schleifer gelötet und durch ein kleines Loch im Getriebekasten nach oben in die Lok geführt.

Die Räder habe ich getauscht: Ich habe sie handelsüblichen Wagenradsätzen von der Achse gezogen und auf die Achsen der Lok aufgepresst. Außerdem habe ich in zwei Räder eine Nut für die Haftreifen gefräst, nun kann ich die Lok endlich auch vor vernünftigen Zügen einsetzen.
 
So sieht die Lok von unten aus:

Die Motorabdeckung in der Mitte musste auch noch „ein wenig“ bearbeitet werden. Das entstandene Loch wurde einfach mit Isolierband geschlossen.
 
Als Decoder habe ich einen Tams LD-G 32 verbaut. Er erwärmt sich bei Fahrt unter Volllast kaum. Beim Einbau habe ich mir allerdings die Drosseln zerstört. Ich hatte sie versetzt und dann wurden sie vom Gehäuse zerquetscht. So viel Platz, wie ich dachte, war wohl doch nicht in der Lok … Im Moment fährt sie ganz ohne Drosseln.
Beim Einbau wurden noch die Radschleifer per Kabel verbunden.
 
Da die Lok nur ein Zweilichtspitzensignal (aber trotzdem mit LEDs) hat, musste natürlich ein drittes eingebaut werden. Das war ein Kinderspiel: Die Lichtleiter sind bereits vorhanden. Also eine gelbe Standard-3mm-LED genommen, zum Vermeiden von Lichtaustritt in ein Stück Schrumpfschlauch gepackt und anschließend mit einem Widerstand auf die Beleuchtungsplatine aufgelötet. Dann noch ausgerichtet (die Drähte der LED halten sie in Position) und fertig. An einer Seite habe ich die Platine getauscht und die Rücklichtattrappen aufgebohrt: Nun habe ich einen Spitzenlicht-Schlusslicht-Wechsel für Wendezüge.
 
Man sollte noch das Gehäuse innen einfärben, da die LEDs durch den Kunststoff durchscheinen.
 
Hier ist die Lok im Betrieb zu sehen.
 
Testfahrten standen nun an.
 
Das Ergebnis:
 
 +
- gute Langsamfahreigenschaften mit dem Decoder
- gute Regelbarkeit
- geringes Fahrgeräusch
 
 -
- Der Decoder schaltet nicht immer sauber die Fahrtrichtung, manchmal gibt es einen Lichtblitz.
- Die Getriebeübersetzung der Lok ist nicht so toll; daher ruckelt sie bei langsamer Fahrt etwas.
      
 
 
 
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