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  Umbau der V 100
 

Umbau der V 100

 
Für meine alte Gützold-V 100 habe ich mir vier Ziele gesetzt:

1. Anbau eines Schleifers für das Dreileitersystem,
2. Einbau eines Decoders als Umschalter,
3. Remotorisierung (einfach so),
4. Umlackierung in orange zur LOCON-Lok 201.
   

3. Remotorisierung
1. Schleiferanbau
2. Digitalisierung 

          

Remotorisierung


Das dritte Ziel habe ich nun erreicht: Ich habe die Lok remotorisiert. Ich glaube eigentlich nicht, dass das nötig war, aber ich hatte gerade Lust dazu.

So sah es vorher aus: Die Motorkohlen waren abgenutzt und daher fuhr die Lok stotternd.  



Als Motor wollte ich einen alten Motor eines Antriebsgestells der 9 V-Legobahn einbauen. Dieser Standard-DC-Dreipoler hat zwei Wellen, daher kann man ihn verwenden. Die Messingritzel wurden abgezogen.
Ich habe eine Halterung ähnlich der bisherigen mit Blechklammern ersonnen und sie aus 0,5 mm-Stahlblech gebaut.
So sieht sie aus:

 
  
Zwei Blechbügel und eine Bodenschale als Halterung für den Motor.
Die gebogene Bodenschale sorgt für einen sicheren Sitz und die beiden Klammern sorgen dafür, dass der Motor nicht herausfällt.
Alles ist gegeneinander isoliert, da der zweigeteilte Rahmen der Lok auf der einen Seite Plus und auf der anderen Seite Minus führt.
Die Motokabel habe ich einfach an den Lampensockeln angelötet. Sie müssen über den Nasen der Drehgestelle liegen, da sie sonst das Aufsetzen des Gehäuses blockieren.

Da der neue Motor breiter und länger als der alte ist, stellte ich ihn hochkant. Außerdem muss man die Kardanwellen kürzen: Durchtrennen, ein Stückchen (1-2 mm) wegschneiden und dann mit Schrumpfschlauch (beide Schnittstellen bündig aneinander) wieder zusammenfügen, dabei darauf achten, dass die Hitze die Wellen nicht schmilzt (wenn man mit dem Feuerzeug arbeitet).
Wenn das Schrumpfstück abgekühlt ist, alles zusammensetzen und - fertig.



Hier sieht man die in Schrupfschlauch gepackte Kardanwelle.
 

Blick durchs Dach.
 
 
Für die Befestigung des Gehäuses muss ich mir noch was überlegen: Das Gewinde für die Dachschraube wurde mit dem alten Motor ausgebaut. Aber das ist nicht so schlimm, denn das Dach versteckt sich irgendwie vor mir ... Darüber denke ich nach, wenn ich ein Ersatzdach habe.
 
Die Lok hatte zweigängige Schnecken, sodass sie sehr schnell fuhr und sich kaum langsam fahren ließ. Ich habe zwei Roco-Schnecken (eingängig) eingebaut, so kommt sie nun auf eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 80 km/h und lässt sich recht gut regeln.
 
  

Anbau eines Schleifers

Meine Vorgabe war, den Antrieb auf drei der vier Achsen beizubehalten. Das machte das ganze schwierig.
Als Schleifer verwendete ich den kurzen Märklin 7198, der eigentlich unter die Blechwagen gehört.
Als erstes habe ich die Stege auf der Drehgestellunterseite vorsichtig mit dem Dremel entfernt. Dann habe ich die eine Zahnradabdeckung (von Achse 4) komplett aufgefräst. Das (sowieso defekte) Zahnrad wurde von der Achse entfernt. Nun passte der Schleifer drunter, es wurde ein Loch in die Mitte gebohrt. Darunter wurde die abgesägte Gewindeplatte aus dem 7198 geklebt, damit man den Schleifer anschrauben konnte.
  

 

Fertiger Zustand.

Doch konnte er nicht genug einfedern, um über die Weichern zu kommen. Daher feilte ich an der Schraubenhalterung der Drehgestellblende herum und - sie brach ab.
Vorsicht: Das Material ist dünn!
Ich habe sie mit einem Blechbügel wieder fixiert, was aber keine endgültige Lösung ist.
Dann mussten die Schrauben noch etwas seitlich abgefeilt werden, damit der Schleifer einfedern kann.
Da diese Konstruktion immer noch zu dick war, habe ich das Schleiferblech getauscht: Nun sind auch die Köpfe dünner und der Schleifer kann weiter einfedern.
Das sieht man hier deutlich:
  
  
Das neue, dünne Schleiferblech.

Außerdem habe ich ihn ein wenig weiter nach "innen" versetzt.

Leider reichte es immer noch nicht ganz, die Lok hebt manchmal an den Weichen ab. Das Zahnrad der 3. angetriebenen Achse ist im Weg ...
Also doch nur zwei von vier Achsen angetrieben ...

Jetzt aber noch die Umrichtung der Wechsel- in Gleichspannung:
Einen Decoder baue ich erst ein, wenn der Betrieb erfolgreich ist. (Siehe unten!)
Solange gibt es einen Brückengleichrichter, zwei Umschalter (funktionieren wie ein zweipoliger) zum Richtungswechsel und einen Widerstand (10 Ω, 5 W), um die Spannung zu reduzieren.
Außerdem sind noch LEDs verbaut.
   

Die "Steuermumie"

Um die Kabel verlegen zu können, wurden die Gewichte der Lok unten ein klein wenig abgefeilt.


Die Lok besitzt inzwischen Haftreifen, allerdings sollten diese mal getauscht werden ... Mit den alten Lappen ist die Zugkraft nicht so besonders.
  
Was außerdem noch ansteht, ist das Umlackieren ...


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Januar 2012

Digitalisierung


Ich habe nun sowohl zwei Radsätze mit Haftreifen eingebaut, die mir dankenswerterweise von einem Forenkollegen zur Verfügung gestellt wurden, als auch einen Decoder. Mit den 4 Haftreifen kann die Lok nun schon kurze Züge ziehen; ich glaube, ich werde sie tauschen müssen, da sie recht abgenutzt sind. Vielleicht kann ich dann noch mehr aus der Zugkraft rausholen.

Jedenfalls lässt sich die Lok nun auch im Plandienst einsetzen, daher habe ich ihr den Decoder spendiert (ein Tams LD-G 32). Dafür musste erstmal die LED-Beleuchtung wieder weichen, es soll aber später wieder eine Beleuchtung eingebaut werden. Die Kupplungen habe ich außerdem ausgetauscht, eine war kaputt, die andere hat sich im Rampenbetrieb als untauglich erwiesen (vielleicht auch weil sie nicht ausgerichtet war). Die neuen habe ich einfach aus Blech gebogen.


Zum Vergrößern des Bildes klicken!
Links neben dem Motor ist der Decoder zu sehen. Er liegt in einer Pappschale, die mit Isolierband befestigt ist. Ein Pufferkondensator ist im Drehgestell mit dem Schleifer untergebracht; da dort nun kein Getriebe mehr ist, war es leerer Raum und der Platz ist in der Lok ansonsten doch sehr begrenzt.

  
 
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